Games

Author: Bernd Hoeltgemeier
24.01.2010

Schießen statt fragen

Obwohl gerne von der Boulevardpresse zerrissen und von Politikern für ihre Wahlkämpfe ausgeschlachtet, stellen Ego-Shooter – oder schlicht Ballergames – ein nicht mehr wegzudenkendes Genre unter den Computerspielen dar. Warum das so ist, lässt sich nicht so einfach sagen; wahrscheinlich ist es eine ganze Reihe von Gründen.

Mittendrin statt nur dabei

Da wäre zum einen die sogenannte „Immersion“, auf Deutsch: Das Eintauchen in die Spielwelt. Direkt aus den Augen einer Person zu spielen hat eben einen ganz anderen Effekt, als wenn man seine Spielfigur von hinten oder, wie in Strategiespielen, von schräg oben sehen würde. Besonders enthusiastische Spieler können gerne dabei beobachtet werden, wie sie sich auf dem Sofa sitzend ducken, um Geschossen auszuweichen.
Außerdem ist in den Shoot ‘em Ups einfach wirklich was los. Besonders in Spielen, die sich der Kriegsthematik annehmen, wie die Call of Duty oder Battlefield Spieleserien, kracht, explodiert und splittert es oft an allen Ecken. Das ist erstens ideal für alle, die sich das Kinoflair nach Hause holen wollen, und zweitens kann man dabei oft prima abschalten. Nebenbei präsentieren einige dieser Spiele eine Story, die sich mit Hollywoodfilmen mehr als nur messen kann.

Bis das Blut gefriert

Andere schlagen einen anderen Weg ein, lassen die Story links liegen und geben sich der Faszination der Angst hin. Denn spätestens seit Erscheinen von Doom 3 im Jahr 2004 sind Gruselshooter einfach „in“. Ob F.E.A.R., Condemned, oder das bald erscheinende Metro 2033, sie ziehen alle ihre Faszination aus geschickt platzierten Schock-Momenten.
Noch eine weitere Gemeinsamkeit verbindet viele Ballerspiele: Oft geht es in diesen Spielen nicht gerade zimperlich zu, und die meisten Ego-Shooter tragen ihr knallrotes „Ab 18“-Siegel zu Recht. Daher, liebe Eltern: Augen auf beim Shooter-Kauf.